Interessantes und Lustiges aus der Welt der Ernährung haben wir hier als häufig gestellte Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt. Wenn auch Sie sich schon lange eine bestimmte Frage zu diesem Thema stellen, schreiben Sie uns! Wir freuen uns auf Ihre Frage!
Warum haben schwangere Frauen oft Heißhunger auf Essiggurken?
Warum schwitzt man beim Verzehr von scharfen Speisen?
Was bitte ist ein Gurkerllift?
Light Produkte – schädlich oder ungefährlich?
Die berühmten Gelüste einer schwangeren Frau nach bestimmten Nahrungsmittel liegen in ursprünglichen Ur-Instinkten, die sich aber längst unserer Lebenweise angepasst haben. Das heißt, früher waren diese Triebe eine Art „Sicherheitssystem“ des eigenen Körpers. Während der Schwangerschaft benötigt der Körper ganz bestimmte Vitamine und Mineralstoffe. Durch die Instinkte wurde beispielsweise Lust auf Saures (z.B. Sauerkraut) oder Süßes (z.B. Obst) geweckt und Mutter und Kind wurden bestens versorgt. Durch veränderte Ernährungsgewohnheiten der heutigen Zeit, blieben zwar die ursprünglichen Ur-Instinkte erhalten, jedoch haben sich die Lebensmittel geändert. Statt natürlichem Obst und Gemüse haben Schwangere vermehrt Lust auf Schokolade oder Fertigprodukte mit erstaunlich viel überflüssigen (und ungesunden) Zusatzstoffen.
Es gibt einige Gewürze, die uns Menschen den Schweiß aus den Poren treiben. Vielen Menschen ist dieser Schweißausbruch peinlich, doch eigentlich ist es etwas völlig Natürliches. Ein bekanntes Beispiel für scharfe Gewürze ist die Gewürzpeperoni (besser bekannt als „Chilli“). Sie enthält verschiedenste Scharfstoffe. Einer davon ist das sogenannte Capsaicin. Es ist so scharf, dass man ein Gramm davon in 10.000 Liter Wasser noch immer schmecken würde. (Darum besser Brot essen, wenn’s brennt. Wasser hilft bei scharfen Gewürzen wenig!)
Die Scharfstoffe brennen im Mund. Wenn sie in die Nase steigen, werden bestimmte Nerven angeregt, die wiederum Signale an die Schleimhäute der Nase weitergeben. Die Folge ist: Die Nase beginnt zu laufen, die Augen tränen und man fängt durch die Aktivierung der Schweißdrüsen zu schwitzen an.
Diese absolut falsche Aussage hört man immer wieder. Der Grund für diesen Irrglauben liegt wahrscheinlich in einer Namensverwechslung. Es gibt nämlich sogenannte cyanogene Senföle, die in Übermaß genossen, das Gehirn sehr schädigen können. Dem Namen nach (Senföle) vermutet man sie auch im Senf. In Wirklichkeit kommen sie in Senf aber gar nicht vor!
Tja, auch Essiggurken fahren mit dem Aufzug. Nein, bitte nicht wörtlich nehmen. Der Gurkenlift ist ein praktisches Küchen-Hilfsmittel die grünen Gemüse aus dem Gurkenglas zu heben. (Ohne mühsam danach fischen zu müssen! – Erhältlich beispielsweise bei „Tupperware“).
Light-Produkte sind Nahrungsmittel, welche im Vergleich zu anderen Produkten mindestens ein Drittel weniger Energie aufweisen müssen. Das heißt, Light-Produkte enthalten weniger Fett, Stärke oder Zucker. Light-Produkte können also helfen, diese „Dickmacher“ in der Nahrung zu reduzieren. Außerdem bewirken sie weniger Zahnkaries und weniger Gewichtsprobleme. Die Erfahrung zeigt aber, dass man – beispielsweise bei Butter oder Margarine – dazu neigt, vom "leichten“ Produkt viel mehr zu essen als von den kalorienhaltigeren. Bei manchen steigert ein süßes Light-Produkt sogar den Appetit. So gesehen sind Light-Produkte teure Alternativen.
Gesundheitsschädigend sind sie aber auf keinen Fall. Sie können helfen, den Fett- und Zuckergehalt der Mahlzeiten zu senken, ernährungsphsychologisch wäre es allerdings ratsamer, sich gesund, das heißt mit viel Obst, Gemüse, Nudeln, magerem Fisch, Joghurt oder Vollkornbrot zu ernähren. Eben „Light (=wenig Kalorien) Produkte aus der Natur“.
Die Pflanze enthält hauptsächlich in ihren oberirdischen Teilen den Giftstoff Solanin. Die Höchst-Konzentration findet sich in den unreifen Samen. Die Kartoffelknolle weist gewöhnlich nur einen sehr geringen Anteil an Solanin auf, der obendrein beim Kochen zerstört wird. Allerdings steigt der Giftgehalt in keimenden und grünen Kartoffeln an.
Eine Gefahr für Kinder stellen die unreifen Beeren dar. Die Vergiftungserscheinungen sind starke Reizungen der Schleimhäute, so kommt es zu Kratzen im Mund, Erbrechen und Durchfall. Die so hervorgerufenen Entzündungen des Magen-, Darmbereichs können 24 Stunden andauern. Das Solanin ist auch in der Lage, die roten Blutkörperchen aufzulösen. Bei starker Vergiftung leidet der Patient unter Krämpfen und Lähmungen, die Körpertemperatur sinkt, es kann auch zum Tod durch Atemlähmung kommen. Das Solanin ruft auch Ausschläge auf der Haut hervor. Starke Vergiftungen sind zum Glück selten, da die Giftstoffe meist spontan erbrochen werde.
Mollig liegt bei uns in der Familie", ein Spruch, den man immer wieder hört, wenn es um das Thema Figurprobleme geht. Es handelt sich dabei aber keineswegs um eine faule Ausrede. Die Kinder übergewichtiger Eltern sind selten dünn. Natürlich liegt dies einerseits am falschen Essverhalten in der Familie, andererseits spielen auch die Gene eine Rolle. Sie bestimmen, ob man eher zu einer dünnen oder einer rundlichen Statur neigt. Auch die Verteilung der Fettpolster im Körper ist genetisch bedingt. Daher liegen bei manchen Menschen die Fettpolster eher am Bauch, bei anderen eher an den Oberschenkeln oder am Po.